Die G-Kraft

Sicherlich haben Sie auch schon einen der vielen Artikel gelesen, in denen darauf hingewiesen wird, dass Vibrationstraining den Muskelaufbau fördern und den Körper stärken und kräftigen kann. Dennoch muss man an dieser Stelle klarstellen, dass Vibrationstraining nicht gleich Vibrationstraining ist und es erhebliche Unterschiede gibt in Bezug auf die Bewegungsarten oder in Leistung und entsprechenden Möglichkeiten. 

Vorab möchten wir Ihnen aber erklären was G-Kraft (Gravitation oder Schwerkraft) wirklich ist, für viele ist es vielleicht ein Begriff aus der Raumfahrt, da man hier öfters mit dem Thema Schwerkraft konfrontiert wird. Wir leben dagegen tagtäglich mit unserer bekannten, von der Erde erzeugenden, uns immer umgebenden Schwerkraft. Diese ist verantwortlich dafür, dass ein Gegenstand auf den Boden fallen kann, das wir zum Boden hin angezogen werden oder nach unten fallen können, wenn nicht entsprechende Kräfte aufgebracht werden, die dies zu verhindern versuchen. Genau diese Kräfte, welche von uns aufgebracht werden, sind es, die unseren Körper stärken können. Ein einfacher Dauerlauf ist immer ein Kraftaufwand des eigenen Körpers gegen unsere existierende Schwerkraft, nämlich das eigene Körpergewicht von der Erde abzustoßen, zu tragen oder zu transportieren. Genau dies ist der Grund, warum Astronauten in der Schwerelosigkeit einen Verlust von Muskelkraft und Knochendichte haben. Die Astronauten haben nur eine sehr geringe Schwerkraft und brauchen daher wesentlich weniger Kraft um diese zu überwinden, nur so ist das bekannte, viel höhere Springen auf dem Mond überhaupt möglich gewesen, auf unserer Erde wäre das in der Realität, fernab von Kino und Fantasy, undenkbar.
Wenn weniger Schwerkraft also zu einem geringen Kraftaufwand und dadurch ein Schwächung von Muskulatur und Knochen zur Folge hat, kann man mit erhöhter Schwerkraft den gegenteiligen Effekt erzielen, nämlich intensivere Stärkung oder im Sport auch Leistungssteigerung genannt. 
Wie erzeugt man nun aber zusätzliche Schwerkraft und welche Möglichkeiten gibt es, eben diese für den eigenen Körper zu nutzen? Eine Variante um das zu erreichen, ist das jedem bekannte Training mittels zusätzlicher Gewichte. Jedes mal wenn man beim Bankdrücken mit zusätzlichem Gewicht die Langhantel vom Körper wegdrückt ist das mehr Gewicht, welches vom Körper gegen die Schwerkraft angehoben werden muss. Es stellt also eine zusätzliche Belastung für den Körper dar.

Das Ganzkörper Vibrationstraining ist eine einzigartige Möglichkeit die Schwerkraft auf den Körper zu erhöhen, denn durch die Aufwärtsbewegung der Vibrationsplatte wird der Körper nach oben beschleunigt, was ihn schlussendlich schwerer macht. Als Beispiel kann man die Fahrt mit einem Aufzug vergleichen. Wenn Sie in einem Aufzug stehen und dieser fährt mit einer erhöhten Geschwindigkeit nach unten, hat man das Gefühl zu schweben. Wenn er aber dann anhält und sich mit einer höheren Geschwindigkeit nach oben bewegt, ist es ein Gefühl als wenn der Körper schwerer wird, was dazu führt das man die Beine anspannen muss um aufrecht stehen zu können. 

 

G-Kraft berechnen

Nach dem einlesen auf unserer Website sollten Sie bereits einige Basisinformation zu den Bewegungsformen, der eingesetzten Frequenzen und Amplituden (HUB) erhalten haben. Die G-Kraft ist hier an dieser Stelle der finale Wert, welcher sich aus dem Zusammenspiel von Frequenz und Amplitude errechnen lässt. Er stellt die zusätzlichen Kräfte dar, welche wirklich auf den Körper wirken und diesen entsprechend stärkt oder entspannt.

Manche Händler oder Hersteller betonen immer wieder die Frequenzen als das ausschlaggebende für den Muskelaufbau, dem ist nicht zwangsläufig so, denn jedem, wer schonmal auf einem seitenalternierenden Vibrationstrainer gestanden hat, wird wissen, dass die eigene Fußposition (also die Amplitude) die Intensität der Bewegung der Vibrationsplatte ausmacht. Je höher die Amplitude, umso schwieriger wird das Training und desto intensiver die Wirkung. Also kann man an dieser Stelle schon mal festhalten das selbst die höchste Frequenz in Kombination mit einer 0 Amplitude keinerlei Wirkung auf den Körper hätte.

Andere betonen immer wieder die Amplitude sei das entscheidende, vielleicht auch daraus rekrutierend, weil deren Geräte nicht in der Lage sind, höhere Frequenzen zu ermöglichen, wir wissen es nicht und möchten uns über die Ansätze hier auch nicht weiter streiten. Aber auch hier verhält es sich ähnlich, eine hohe Amplitude mit einer ganz tiefen Frequenz hat keinerlei nennenswerte Auswirkungen auf einen Stärkungsprozess im Körper.

Gerade deswegen ist die G-Kraft ein besonders entscheidender Wert, um zu ermitteln, welche zusätzlichen Kräfte ein Gerät erzeugen kann und wofür es wirklich eingesetzt werden kann. Es gibt nicht sehr viele Geräte die wirklich in der Lage sind hohe G-Kräfte zu ermöglichen, also eine Kombination aus richtiger Frequenz und passender Amplitude.

 

Ein Training mit 25 Hz und einer Amplitude von +/- 5,0 mm erzeugt demnach nicht nur 25 Muskelkontraktionen pro Sekunde, sondern erzeugt die 12,6 fache G-Kraft.